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Werden wir Energy Citizens?

Offizielle Pojekt-Homepage: https://www.ec2projekt.eu/

Horizon 2020-EU-Projekt „EC2 – Energy Citizenship and Energy Communities for a Clean Energy Transition“ untersucht neue Ideen über Energiekonsum und -produktion; Universitäten Graz, Leipzig, Groningen, Wrozlaw sowie zahlreiche Institutionen und Unternehmen aus EU-Mitgliedstaaten; Fördersumme: 3 Millionen EUR

Der Klimaschutz hat zentrale Bedeutung für das Überleben unserer Zivilisation erlangt. Die Gewinnung und der Verbrauch von Energie spielen dabei eine wichtige Rolle. Die EU schuf vor diesem Hintergrund ein Rahmenrecht für einen nachhaltigen EU-Elektrizitätsmarkt. Ein neues Projekt an der REWI Graz mit dem Titel „EC2 – Energy Citizenship and Energy Communities for a Clean Energy Transition“ untersucht dieses EU-Rahmenrecht ab Mai 2021 aus einer interdisziplinären Perspektive. Es analysiert die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einer sehr neuen Form von Energiekonsum und -produktion – der sog. „Energiegemeinschaften“ in ihrer realen Anwendung mithilfe der Psychologie.

Spannende Fragen stehen dabei im Mittelpunkt: Welche grundsätzliche Haltung haben Energiekonsument/innen zu einer Umstellung auf einen nachhaltigeren Energiekonsum? Welchen zusätzlichen (finanziellen, zeitlichen) Beitrag sind sie bereit, dazu zu leisten? Welche praktischen Probleme tun sich bei ihnen auf? Welche Freude haben sie insbesondere mit einer aktiven Teilnahme an einer Energiegemeinschaft in ihrem Wohnviertel? Zugleich wird der neue Begriff des „Energy Citizen“ – also des/der „Energie-Bürgers/in“ – als Paradigma des nachhaltigen, sauberen EU-Energiemarkts konstruiert und das „Energy Citizenship“ mit einer Skala messbar gemacht.

Kern der Idee hinter dem Projekt ist die von REWI-Professorin Brigitta Lurger (Institut für Zivilrecht) und Professorin Ursula Athenstaedt (Institut für Psychologie) im Rahmen eines Projekts der „unkonventionellen Forschung“ grundgelegte Zusammenarbeit von Psychologie, Ökonomie und Rechtswissenschaften im Sinne der Schule der Behavioral Law and Economics (stammt aus den USA: z.B. Daniel Kahneman, Cass Sunstein, Richard Thaler). Es geht dabei darum, empirisch zu untersuchen, wie rechtliche Regeln das Verhalten von Menschen tatsächlich beeinflussen, um mit diesem neuen Wissen effektivere Rechtsvorschriften zu gestalten.

Ein internationales Netz von Forscher/innen aus den Bereichen Psychologie, Ökonomie und Recht bezieht diesen Forschungsansatz im Projekt auf das neue EU-Elektrizitätsmarkt-Rahmenrecht. Führend beteiligt sind die REWI-Professorinnen Brigitta Lurger und Iris Eisenberger (Institut für Öffentliches Recht) und Katja Corcoran (Institut für Psychologie), die mit dem ZSI Wien und internationalen Universitäten (Uni Leipzig, Wirtschaftsuniversität Wroclaw, Reichsuniversität Groningen) sowie weiteren Institutionen und Unternehmen aus verschiedenen Staaten und insbesondere in enger Zusammenarbeit mit Projektpartner/innen aus dem Energiesektor, z.B. mit der Wien Energie, in einem Prozess der Co-Creation evidenzbasiert digitale Instrumente und rechtliche Instrumente entwickeln, die das „Energy Citizenship“ vergrößern und fördern und Energiegemeinschaften zu einem Erfolgsmodell machen, an dem sich möglichst viele Bürger/innen, Unternehmen und Energieversorger/innen mit größtmöglichem Gewinn für diese und den Klimaschutz beteiligen.

Das Projekt wird von der EU unter einem Call des Forschungs-förderungsprogramm Horizon 2020 mit der Fördersumme von knapp 3 Millionen Euro unterstützt und ist auf eine Dauer von mindestens drei Jahren ausgelegt.

Univ.-Prof. Dr.iur.

Brigitta Lurger

LL.M. (Harvard)

Zi. 015D-04-0024
Universitätsstr. 15/D4
A-8010 Graz

Telefon:+43 (0)316 380 - 3313

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